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Glossar

V


Verein
Juristische Person des Privatrechts, welche grundsätzlich nur einem nichtwirtschaftlichen (idealen) Zweck offensteht (Art. 60 ff. ZGB).
Verfahren
Folge von Rechts- oder Tathandlungen, die der Erledigung einer Rechtssache dienen, z.B. Vergabeverfahren oder Beschwerdeverfahren.
Verfahrensabbruch
Siehe "Abbruch des Vergabeverfahrens".
Verfahrenswiederholung
Ein Vergabeverfahren kann zwar abgebrochen und wiederholt werden. Hierfür wird aber verlangt, dass- kein Angebot die Kriterien und technischen Anforderungen erfüllt, die in den Ausschreibungsunterlagen aufgeführt sind.- günstigere Angebote zu erwarten sind, weil technische Rahmenbedingungen ändern oder Wettbewerbsverzerrungen wegfallen.
Verfügung
An den einzelnen gerichteter Hoheitsakt, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbindlicher Weise geregelt wird.
Vergaberichtlinien, Interkantonale
Siehe "Interkantonale Vergaberichtlinien".
Vergabeverfahren
Für die Vergabe von Gütern, Dienst- oder Bauleistungen vorgesehene Verfahren. Diese weitestgehend transparenten und förmlichen Vergabeverfahren sollen vor allem einen grösstmöglichen Wettbewerb und eine Gleichbehandlung aller Anbieter gewährleisten. Es stehen folgende Vergabeverfahren zur Verfügung: das offene, das selektive, das Einladungsverfahren und die freihändige Vergabe.
Vergütung von Angeboten
Anbietende haben in der Regel keinen Anspruch auf eine Vergütung, d.h. auf die Bezahlung ihrer bei der Angebotserstellung erbrachten Arbeitsleistung. Die Unentgeltlichkeit von Offerten ist heutige Praxis. Ausnahmen können namentlich für planerische Vorleistungen gemacht werden.
Verhandlungen (Angebotsrunden)
Das Angebot wird zwischen der Auftraggeberin und der Anbieterin eingehend besprochen, um die starken und schwachen Punkte eines Angebots zu evaluieren (insbesondere Preis-/Leistungsangebot) und schliesslich den Vertragsinhalt zu bestimmen. Davon zu unterscheiden ist die (technische) Bereinigung der Angebote. Diese hat den Zweck, eine objektive Vergleichbarkeit der einzelnen Offerten zu erreichen, um sie anschliessend anhand der aufgestellten Zuschlagskriterien prüfen zu können. Sie ist - im Gegensatz zu Verhandlungen - ein rein verwaltungsinterner Vorgang.
Verjährung
Durch Zeitablauf eintretende Entkräftung einer Forderung, welche darin besteht, dass der Schuldner berechtigt ist, die an und für sich noch geschuldete Leistung zu verweigern. Die Verjährung beschlägt also die Durchsetzbarkeit der Forderung. Sie kann (insb. durch Klage oder Schuldbetreibung) unterbrochen werden.
Veröffentlichung; Publikation
Bekanntmachung in amtlichen Zeitungen (z. B. Schweizerisches Handelsamtsblatt, Kantonale Amtsblätter und regionale Zeitungen) in den im Gesetz vorgesehenen Fällen. Beispiele von Veröffentlichungen: Konkurseröffnung; öffentliche Versteigerung eines Grundstückes usw.
Verteilungsliste
Aufstellung über die Konkursdividenden, welche an die Gläubiger ausgezahlt werden (Art. 261 SchKG).
Vertrag
Verbindliche Abrede auf gegenseitige Leistung
Verwertung
Versilberung; Vermögenswerte in der Konkursmasse werden zu Geld gemacht, z. B. durch Verkauf, Kontosaldierung, Auflösung einer Versicherungspolice usw.
Verzeichnis
Um nicht in jedem Beschaffungsverfahren die Eignung der Anbieterinnen im Einzelnen prüfen zu müssen, kann die Auftraggeberin ein Prüfungssystem einrichten, die Anbietenden auf ihre Eignung hin prüfen und die Geeigneten (die, welche die geforderten Eignungskriterien erfüllen) auf eine Liste setzen. Anbieterinnen können jederzeit um ihre Aufnahme ins Verzeichnis ersuchen. Sie können aber von der Auftraggeberin auch jederzeit aus einem Verzeichnis gestrichen werden, falls sich berechtigte Zweifel an ihrer Eignung ergeben.
VoeB
Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 11. Dezember 1995. Sie führt die Regelungen zur Vergabe öffentlicher Aufträge nach dem BöB aus, und regelt die übrigen Beschaffungen des Bundes sowie die Planungs- und Gesamtleistungswettbewerbe.
VwVG
BG über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968. Grundsätzlich findet das VwVG auch auf Beschaffungsverfahren Anwendung, wobei einige Abweichungen bestehen.
VZG
Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken vom 23. April 1920 (SR 281.42)
 
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