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K


Kapital
1) volkswirtschaftlich ein Produktionsfaktor neben Arbeit und Boden; Geld für Investitionszwecke; 2) in der Bilanz der Wert des Gesamtvermögens, unterschieden nach Fremd- und Eigenkapital
KG
Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen vom 6. Oktober 1995 (vollständig in Kraft seit 1. Juli 1996). Dieses Gesetz bezweckt, volkswirtschaftlich oder sozial schädliche Auswirkungen von Kartellen und anderen Wettbewerbsbeschränkungen zu verhindern und damit den Wettbewerb im Interesse einer freiheitlichen marktwirtschaftlichen Ordnung zu fördern.
Kollokation
im Konkursverfahren prüft die Konkursverwaltung die eingegangenen Forderungen und trifft eine Entscheidung über Bestand, Betrag und Rang der Forderung; kommt formell im Kollokationsplan zum Ausdruck (vgl. Art. 244 ff. SchKG).
Kompetenzgut/-stück
Die Zwangsvollstreckung soll auf die wirtschaftliche Existenz des Schuldners und seiner Familie Rücksicht nehmen. Aus moralischen, sozialen und wirtschaftlichen Gründen dürfen bestimmte Vermögenswerte nicht gepfändet werden (vgl. Art. 92 SchKG), z.B. Kleider, Hausgeräte, Möbel, die dem Schuldner und seiner Familie zum persönlichen Gebrauch dienen. Kompetenzgüter kommen bestimmungsgemäss nur für natürliche Personen (nicht auch für juristische Personen) in Frage.
Konkurs
Amtliche Durchführung der Vollstreckung sämtlicher im Zeitpunkt der Konkurseröffnung gegenüber dem Gemeinschuldner vorhandenen und nach gesetzlicher Vorschrift angemeldeten Ansprüche in das gesamte realisierbare Vermögen des Gemeinschuldners (Art. 159 ff. SchKG).
Konkursamt
Das Konkursamt führt die vom Gericht eröffneten Konkurse durch, sofern die Gläubiger dafür nicht eine besondere (ausseramtliche) Konkursverwaltung einsetzen.
Konkursbeschlag
Über Vermögensstücke des Konkursiten darf ab Zeitpunkt der Konkurseröffnung nur noch durch die Konkursverwaltung verfügt werden (Art. 204 SchKG und Art. 169 StGB).
Konkursbetreibung
Forderungen, welche auf welche auf eine Geldzahlung oder eine Sicherheitsleistung gerichtet sind kann der Gläubiger mittels Betreibung (=Schuldbetreibung) zwangsweise eintreiben (=Zwangsvollstreckung). Die Schuldbetreibung beginnt mit der Zustellung des Zahlungsbefehls und wird entweder auf dem Wege der Pfändung oder der Pfandverwertung oder des Konkurses fortgesetzt. Wird die Betreibung auf dem Weg des Konkurses fortgesetzt, spricht man von einer Konkursbetreibung. Die Voraussetzungen dazu sind in Art. 39 SchKG genannt.
Konkursdividende, Dividende
SchKG: Deckungsanteil einer Forderung bei der Verteilung der Konkursmasse unter die Gläubiger. Gesellschaftsrecht: Gewinnausschüttung an die Teilhaber der Gesellschaft
Konkurseröffnung
Verfügung des zuständigen Gerichts über die Eröffnung des Konkurses. Der genaue Zeitpunkt wrid in der Konkurseröffnungverfügung festgehalten (Art. 171 u. 175 SchKG).
Konkursit
Gemeinschuldner: gemeinsamer Schuldner aller Gläubiger. Diejenige Person, über welche der Konkurs eröffnet wurde.
Konkursmasse
Sämtliches pfändbares Vermögen, das dem Schuldner zur Zeit der Konkurseröffnung gehört, und das, was durch die paulianischen Anfechtungsklagen (vgl. Art. 285 ff. SchKG) in dieses Vermögen zurückgeführt werden kann, bildet – egal wo es sich befindet – eine einzige Masse (Konkursmasse), die zur gemeinsamen Befriedigung der Gläubiger dient (Art. 197 Abs. 1 SchKG). Vermögen, das dem Schuldner bis vor Schluss des Konkursverfahrens anfällt, gehört gleichfalls zur Konkursmasse (Art. 197 Abs. 2 SchKG). Nicht dazu gehört der während des Konkursverfahrens verdiente Arbeitslohn, denn dieser fällt nicht an.
konkursrechtliche Verfügungsbeschränkung
Der Schuldner kann nach Konkursveröffnung nicht mehr über Vermögensstücke, welche zur Konkursmasse gehören, verfügen (Art. 204 SchKG). Er bleibt aber bis zur Verwertung dieser Vermögensstücke Eigentümer.
Konkursrichter
Sachlich zuständig für den Entscheid betreffend die Konkurseröffnung (Art. 171 SchKG) bzw. betreffend die Abweisung des Konkursbegehrens (Art. 172 SchKG) oder Aussetzung des Entscheids (Art. 173 SchKG)
Konkursverfahren
Staatliches Zwangsvollstreckungsverfahren auf Geldzahlung oder Sicherheitsleistung nach den Regeln des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) vom 11. April 1889 für bestimmte Kategorien von Schuldnern (vor allem solche, die im Handelsregister eingetragen sind).
Konkursverwaltung
Das Konkursamt trifft alle zur Erhaltung und Verwertung der Masse gehörenden Geschäfte (Art. 240 SchKG). Die amtliche Konkursverwaltung wird durch das Konkursamt wahrgenommen; die erste Gläubigerversammlung kann aber auch eine ausseramtliche Konkursverwaltung bestimmen (Art. 237 Abs. 2 SchKG).
Konsoldierung
Zusammenfassung von Erfolgsrechnungen und Bilanzen einer Muttergesellschaft und einer oder mehrerer Tochtergesellschaften resp. Beteiligungen in je einer einzigen Erfolgsrechnung und Bilanz.
Kontrolle der Vergabe
Überwachung der Einhaltung der Vergabebestimmungen, insbesondere für die Bereiche Arbeitsschutz, Gleichbehandlung von Mann und Frau, Eignungskriterien, Steuer- und Sozialabgabeschulden, wettbewerbsbehindernde Abreden, fehlende Zahlungsfähigkeit der Anbieterin.
Konventionalstrafe
Versprechen des Schuldners gegenüber dem Gläubiger, bei Nichterfüllung oder nicht gehöriger Erfüllung eine bestimmte Leistung zu erbringen (vgl. Art. 160 ff. OR).
KOV
Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter vom 13.07.1911
 
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